Die Cranio-sacral-Therapie, entdeckt von dem amerikanischen Osteopathen W.G. Sutherland beschäftigt sich mit dem Rhythmus der Hirnflüssigkeit, die im Schädelinnenraum und entlang der Wirbelsäule pulsiert.
Sie bringt die untereinander beweglichen Schädelknochen, die Wirbelkörper und das Kreuzbein in Schwingungen und setzt sich von dort aus wie eine Wasserwelle über den ganzen Körper fort. Ist dieser Bewegungsrhythmus und die damit verbundene Frequenz gestört, wirkt sich dies negativ auf das körperliche und psychische Wohlbefinden aus.
Die cranio-sacrale Therapie erfordert eine große Sensibilität des Therapeuten. Sanfte, vom Patienten kaum wahrnehmbare Berührungen des Therapeuten, setzen die Heilungsprozesse körpereigener Selbstregulierungsmechanismen wie etwa das Immunsystem, das Hormonsystem oder die Stressverarbeitung in Gang.
Daneben beinhaltet die Osteopathie noch die viszerale Therapie, das heißt die Behandlung der inneren Organe. Diese haben kaum wahrnehmbare Eigenbewegungen, sind diese eingeschränkt, kann es zu Symptomen kommen. Diese Einschränkungen können verschiedene Ursachen haben wie z. B. Operationsnarben, (ausgeheilte) Entzündungen oder auch Traumata unterschiedlicher Art.
Die möglichen Ansätze dieser Therapieform sind recht vielschichtig, wie zum Beispiel Verkrampfungen, Migräne, Kopfschmerzen, Allergien, Ohrenrauschen und Skoliose sowie Probleme mit Magen, Leber, Nieren/Blase (Blasenentzündungen), Darm und Gebärmutter. Bei Kindern sind insbesondere Lernschwierigkeiten,Hyperaktivität sowie Blähungskoliken zu nennen.
Muskel-Energie-Technik (MET) ist eine spezielle, sanfte Technik aus der Osteopathie, mit der fehlstehende Gelenke, auch blockierte Wirbel, durch isometrische Kontraktionen, d.h. mit der Muskelkraft des Patienten, in ihre ursprüngliche Lage zurückgebracht werden. Durch die sanfte Art der Veränderung und der Mithilfe des Patienten bestehen fast keine Kontraindikationen für die MET, mit der sehr effektiv Blockierungen und Fehlstellungen behoben werden können. Zur Anwendung kommt sie bei Rücken- und Gelenkschmerzen.
Die Dorn-Therapie nach Dieter Dorn ist eine manuelle Behandlungsmethode, mit der sich Wirbelsäulen- und Gelenkblockaden beseitigen lassen. Die meisten Menschen haben einen Beckenschiefstand auf Grund eines Beinlängenunterschiedes, der seine Ursache meist in Gelenkfehlstellungen der Beine hat. Rückenbeschwerden sind die Folge.
Mit mäßigem Kraftaufwand werden die Wirbel und Gelenke in der Bewegung in die richtige Position geschoben, das Becken kann wieder seine ursprüngliche Position einnehmen und die Wirbelsäule findet wieder ihre korrekte Form.
Die multi-kausaleSchmerztherapie ist ein integratives Konzept zur Behandlung akuter und chronischer Schmerzzustände. Meistens finden wir Funktionsstörungen als eigentlich Ursache für den Schmerz und die Bewegungseinschränkung. Bei funktionellen Störungen der Wirbelsäule handelt es sich häufig um eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelgelenke, also um Blockierungen in eine bestimmte Richtung. Beteiligt sind in der Regel Sehnen, Muskeln und Membranen.
Funktionsstörungen bleiben lange unbemerkt, weil die Funktion der betroffenen Wirbel von anderen Strukturen teilweise übernommen wird. Erst wenn das Maß der Kompensationsfähigkeit überschritten wird, kommt es - scheinbar urplötzlich - zu Schmerzen. Störungen im Bereich der LWS übertragen sich sofort auch auf die Ileosakralgelenke. Von dort überträgt das Becken diese Kräfte auf die Beine; die Hüftgelenke versuchen wieder, zu kompensieren. Trotzdem werden meist auch noch die Kniegelenke beeinflusst.
Es kommen unterschiedliche therapeutische Ansätze zum Einsatz:
energetische Vorbehandlung über das Ohr (Ohr-Akupunkt-Massage nach H. Luck)
Basistherapie an der Wirbelsäule (Manufit-Osteopathie nach Dr. med. A. Hack und H. Luck)
gezielte Schmerzpunkt-Pressur an speziellen Muskelrezeptoren und Muskeltechniken (nach Dr. Packi und Liebscher&Bracht)
Lösen von Verklebungen
osteopathische Behandlungsmethoden
Synergieeffekte werden genutzt. Somit wird die akute Schmerzdämpfung mit der Ursachenbehandlung kombiniert (nicht immer sitzt die Ursache dort, wo der Schmerz ist).
Als Anwendungsgebiete eignen sich insbesondere Kopfschmerzen/Migräne, Armschmerzen, Schulterschmerzen, Rückenschmerzen (HWS/BWS/LWS), Ischias, Nackenschmerzen, Kiefergelenkbeschwerden aber auch Schwindel, Schiefhals, Tinnitus, Atembeschwerden und Schlaflosigkeit.